Die falsche Frage

Nach einem Wochenende mit einem kleinen Gespräch über Glauben und Nicht-Glauben, komme ich wieder auf einen Gedanken – der mich einfach nicht verlässt.

Bei den Diskussionen (so unglücklich wie dieses Wort ist, denn es sind keine) zwischen Theisten und Atheisten geht es meistens um die Frage „Gibt es (einen) Gott?“.

Dann geht ein Feuerwerk von Argumenten, Appellen an Vernunft, Beweisen usw. von Seiten der Atheisten los. Meistens reagieren die Theisten dann mit Entsetzen, Verstocktheit, Schimpfen (Fluchen dürfen sie nicht), kurz heftigen emotionalen Reaktionen - als wolle man ihnen etwas lebenswichtiges wegnehmen.

Ich schließe aus meiner Erfahrung, dass dies genau der Fall ist.

Am berühmt berüchtigten Vergleich des Glaubens mit einer Droge ist etwas dran.

Glauben braucht (blindes) Vertrauen. Dieses Vertrauen ist wie eine Hängematte, ein Sicherheitsnetz, eine Sicherungsleine – man wird aufgefangen. Man kann sich jederzeit in dieses Netz fallen lassen. Es ist da, es gibt Sicherheit. Es vertreibt die Einsamkeit in dunklen Momenten. (… so ich auch wanderte im finsteren Tale…). Die einzigsten „Dinge“ auf Erden mit ähnlichen Wirkungen sind Drogen.

Leider bieten die Atheisten kein ordentliches Substitut für diese Substanz „Glauben“, besonders wenn Sie wissenschaftliche Argumente anbringen.
Denn gerade „Wissenschaft“ ist das Gegenteil von „Glauben“. Wissenschaft verlangt Misstrauen und Zweifel. „Falsifikation“ - das ständige infrage stellen aller Lehren, Thesen, Theorien. Erkenntnis (im Sinne der Wissenschaft) verlangt Einsamkeit (… to go where no one has gone before …).

Kein Wunder also, wenn gläubige Menschen so gereizt reagieren und Vernunft nur wenig nützt.

Ich denke die Frage, die man stellen sollte ist „Wozu braucht man einen Gott?“.

Eine Diskussion um diese Frage wäre glaube ich interessanter, als das Gehacke um Existenz oder Nichtexistenz einer göttlichen Entität.

Spiegel-Titel vom 10.Aug.2008 II

Der Artikel hält, was die Punch-Line verspricht.

Laut der Darstellung des Spiegels ist das Internet ein gesetzloser, rechtloser, ordnungsloser Raum, bevölkert von einer Heerschar Pädophiler, Betrüger, Abzocker, organisierter Verbrecher, Terroristen, Mobber, Urheberrechtsverletzer, Pornosüchtiger.

Ein Ort der “moralischen Verwahrlosung” (stand wörtlich drin). Zu vergleichen mit der Situation in Großstädten der 20er Jahre. Eine Parallel-Welt, die nur darauf wartet, dass ein naiver, ahnungsloser analoger Provinzler diesen globalen, rechtslosen Moloch betritt, um ihn an der nächsten Ecke, ich meine Seite, auszurauben, abzuziehen, fertig zu machen und dann in einem Video-Portal seine Schande zur Schau zu stellen, um sich bis in alle Ewigkeit an ihr zu ergötzen.

Ich frage mich, ob diese Journalisten je im WWW waren, ob einer von ihnen mal bei ebay etwas zum Verkauf eingestellt hat. Warum schreiben alle Privatleute, die etwas auf ebay anbieten, “dies ist eine private Auktion, keine Gewährleistung usw.”? Muss wohl mit der Rechtsfreiheit zu tun haben.
Es gibt Anwälte, die stehen im Verdacht von Abmahnungen zu leben - Abmahnungen von Handlungen im Internet. Rechtsanwälte, die Geld an Handlungen in einem rechtsfreien Raum verdienen. - Wow.

Ich habe da wohl etwas falsch verstanden.

Wie soll jetzt dieser unhaltbare, unordentliche, undenkbare Zustand geändert werden? Es muss eine Ordnungsmacht her. Wer? - Der Staat - geht aber nicht, “muss aber gehen.”

Auch im Internet muss Ruhe und Ordnung herrschen.
Chinas Great Firewall wird wohl der Exportschlager des Jahrhunderts werden.

Der Spiegel-Titel vom 10.Aug.2009

Morgen werde ich wohl das erstemal seit Jahren wieder einen Spiegel lesen.
Wozu ? Wegen einer Kleinigkeit -

Die Punch-Line des Titelblatts: “Netz ohne Gesetz” - Das Internet ist also ein gesetzfreier (oder gesetzloser) Raum, so so.

Der Untertitel: “Warum das Internet neue Regeln braucht” - Es hat also doch Regeln, ach wieso dann diese Punch-Line.

Nun gucken wir doch auch noch in das Innhaltsverzeichnis: “Titel: Staat gegen Netzbürger - wer hat die Hoheit im Internet?”

Was hat das mit der Punch-Line zutun?

Wenn ich jetzt den Artikel lese, geht es dann wieder um etwas ganz anderes ?

Propaganda

Ich sehe Internet.
Ich sehe Bilder.

Doch sehe ich Wirklichkeit ?

Ist ein Bild wahr ?
Enthält ein Bild Wahrheit ?
Ist wahrheit unteilbar ?

Kann ein Bild mehr sein als falsch und weniger als wahr ?

Geh auf den Markt!

Trödelmärkte, wo die Dinge nur den Wert haben, den wir ihnen zu messen.
Ein Ort der tiefsinnigen Dialoge – wie: „Und was kostet Jesus ?“ „Jesus?“

Auch ein Ort in dem die Insignien der Religionen friedlich in einer Wühlkiste liegen -
Shiva auf INRI , über dem Stuhl ein Gebetsteppich.

Organgen – lecker,lecker, lecker.

Demokratie für Burma

null

Säugetierische Rituale

Das erstemal im Jahr steigt die Temperatur deutlich über 20 Grad.
Die Sonne hat wieder Kraft, die dunkle Jahreszeit ist vorbei.

In grauer Vorzeit war das der Moment, ein Mammut zu erlegen, die Sippe, Freunde – den Stamm um das Feuer zu versammeln und das Mammut zu braten .
– Was haben die eigentlich damals getrunken ? -

Später dann war es die Zeit ein kapitales Wild zu erjagen, sich abends in der Bier-Halle zu versammeln und mit dem Clan abzufeiern.

Heute ist es die Zeit mit seinen guten Kumpels in den Supermark zu gehen, sich einen indirekten Grill zu kaufen, das fertig eingelegte Fleisch aus der Kühltheke zu nehmen, den Kechtup

„kann´s nicht ganz normaler sein ?
Nö, nimm den Curry – ist für alles gut und die Cocktail-Sauce, die ist geil“

einzupacken und sich dann Abends mit dem Sixpack und den Freunden um die Glut usw. usw.

Von Lehrern

Beim Kampfsport – Training begegnen einem immer wieder Lehrer, die das Machen oder in diesem Fall besser, das Begehen von Fehlern als Ausdruck von mangelnder Ernsthaftigkeit, Einstellung oder wie es immer so schön heißt, als mangelnden Geist verstehen.
Bei solchen Menschen möchte, darf man keine Fehler machen, aber wie soll man lernen ohne Fehler zu machen?
Wie soll man aus seinen Fehlern lernen, wenn jeder Patzer zu einem Legitimationsproblem wird?
Wie soll man Korrekturen annehmen, wenn in jeder die unausgesprochene Aussage : „…mit der Einstellung bis du hier fehl am Platze!“ mitschwingt?

Wie ist dieses Verständnis von Lehren mit der Idee des „Do“ zu vereinbaren ?

Gleichgewicht

Raubritter

Grade eben meinen alten Scanner (Umax 2000 U) wieder in Betrieb genommen – zumindest wollte ich das, aber dazu braucht man einen Treiber. Den holt man sich beim Hersteller – so dachte ich – ist ja kein Problem, man hat ja das Netz.

Treiber – Download ist da kostenpflichtig – 2,99 Euro.

Manchmal ist der Kapitalismus echt nervend.

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